Unterrichtsthema: Plastik im Meer
Nicht erst jetzt ist der Plastikmüll in den Meeren ein Thema: Das International Coastal Cleanup® wurde vor mehr als 35 Jahren etabliert, als sich Gemeinden mit dem gemeinsamen Ziel zusammenschlossen, den Müll an den Küsten und im Meer zu sammeln und zu dokumentieren. Die Bewegung wurde durch die Leidenschaft und den Geist zweier engagierter Frauen – Linda Maraniss und Kathy O’Hara – forciert, die einen bahnbrechenden Bericht mit dem Titel „Plastics in the Ocean: More than a Litter Problem“ verfassten, der eines der ersten wegweisenden Dokumente war, die aufzeigten, dass Plastikmüll im Meer kein harmloses ästhetisches Problem ist, sondern eine massive ökologische Krise mit weitreichenden Folgen. Noch heute gilt dieser Bericht als Leitfaden für Institutionen und Bürger.
Die Säuberung der Strände war nicht das einzige Ziel des International Coastal Cleanup Day. Ein weiteres wichtiges Ziel war es, die Art des Mülls zu dokumentieren und zu untersuchen, der während der Aufräumarbeiten gesammelt wurde. Im Bericht festgehalten wurde das Materials des Mülls, woher es stammen könnte, wie lange es dauern würde, bis es sich auflöst, und welche Auswirkungen es auf den Ozean und die darin lebenden Arten haben würde. Die Ergebnisse wurden der Regierung zur Kenntnis gebracht. Um weiteren Schaden zu verhindern, wurde danach auf nationaler und internationaler Ebene Lobbyarbeit betrieben, um Industrien zu überzeugen, dass ein Umdenken bei der Herstellung ihrer Produkte nötig seien, damit die Meeresumwelt nicht weiter so massiv geschädigt würde.
Die Vereinten Nationen haben eine Dekade der Meereswissenschaften für nachhaltige Entwicklungen (2021-2030) ausgerufen. Es geht darum, jene Bemühungen zu unterstützen, die darauf abzielen, die Meeresgesundheit wiederherzustellen.
Der Bereich der Meere ist die größte Komponente des Erdsystems, die das Klima stabilisiert und das Leben auf der Erde sowie das menschliche Wohlergehen beeinflusst. Die im Jahr 2016 veröffentlichte First World Ocean Assessment postulierte jedoch, dass ein Großteil des Ozeans bereits ernsthaft geschädigt ist, mit schwerwiegenden Änderungen und Verlusten in der Struktur, Funktion und den Vorteilen mariner Systeme. Die negativen Auswirkungen sind bereits spürbar und nicht mehr wiedergutzumachen.
Bei den Lehrmittel Perlen gibt es dazu ein Unterrichtsmaterial für die 4. bis 6. Klasse, die in das Thema einführt und die Auswirkungen für den Menschen und seine Umwelt verdeutlicht.
Download: Plastikmüll im Ozean

Beitragsbild: SatyaPrem