Sagen der Schweiz alsComic

Vor einiger Zeit wurde ich vom Kinder- und Jugendmagazin TUT aus der Schweiz informiert, dass es ein neues Unterrichtsmaterial gibt, das ich hier gerne vorstellen möchte: Schweizer Sagen, die zum kulturellen Erbe des Landes zählen, wurden als moderner Comic aufbereitet. Da viele Kinder diese Schweizer Sagen heute kaum noch kennen, wurde dem Rechnung getragen und mit der neuen Publikation „Schweizer Sagen – der Comic“ liegt nun eine kindgerechte, farbenfrohe Comic-Version von vier der bekanntesten Schweizer Sagen vor.

Vergleicht man den herkömmlichen Text der Sagen – die ich natürlich auch alle nachgelesen habe – mit dem Comic, so wird der Inhalt mit den Zeichnungen und den kurzen Texten in einer sehr kompakten Form vermittelt, die aber die Sage trotzdem spannend und vor allem „lebendig“ erscheinen lässt. Sehr gut finde ich auch die immer wieder vorhandenen Hinweise und Erklärungen, die als „Info“ markiert sind. Offensichtlich sind weitere Hefte geplant, denn bis Ende 2025 hatte man die Gelegenheit, TUT seine Lieblingssage bekanntzugeben. Mir war vorab nur eine einzige die Sage aus der Schweiz bekannt, nämlich die vom „Hardermannli“. Als ich im vergangenen Jahr ein paar Tage in Interlaken weilte, hab ich sein riesiges Gesicht unterhalb des Hardergipfels sehr genau ausmachen können.

Ich finde die Idee, Kindern die Welt der Sagen durch Comics erlebbar zu machen, sehr gelungen kann mir sehr gut vorstellen, dass dies im Unterricht aufgegriffen wird und seinen Platz bekommt. Es ist eine tolle Sache, Kindern physisches Lesematerial in die Hände zu geben, ohne dass sie dabei das Gefühl bekommen, den umfangreichen Inhalt nicht bewältigen zu können. Zusätzlich wird damit auch ein Stück weit die Heimat, der unmittelbare Lebensbereich, lebendig erhalten. Leider wird durch die „unendlichen Weiten“, die heute zur Verfügung stehen, oft darauf vergessen, dass das „Gute, das so nah liegt“ ein Jahrhundertschatz ist, der gehegt und gepflegt gehört.