Margaretentag
Wissen Sie, wer hinter dem heutigen Margaretentag steht?
Ich musste auch erst nachlesen, habe aber ganz interessante Informationen dazu gefunden. Der Namenstag für Margarete – oder alle Abwandlungen des Namens, wie Margret, Margot, Marga, Gretl – reicht weit in die Jahrhunderte zurück und ist in der Geschichte tief verwurzelt: Wir kennen z.B. Gretchen in Goethes Faust oder die Gretel im Märchen. Auch die Margerite als Blume trägt den Namen nicht von ungefähr und sie erinnert an eine Margarete aus der südlichen Türkei, die zur Heiligen wurde: Margareta von Antiochien (3. Jhdt). Die Legende erzählt, dass sie von ihrem Vater, einem heidnischen Priester, wegen ihres Glaubens verstoßen wurde. Um zu überleben, musste sie die Schweine hüten. Der Stadtpräfekt von Antiochien fand Gefallen an ihr und begehrte sie wegen ihrer Schönheit. Doch weil er sie auch zum Abfall ihres Glaubens zwingen wollte, wurde sie ins Gefängnis geworfen und schlussendlich enthauptet.
Margarete wurde die Patronin der Bauern und eine der 14 Nothelfer*innen. Der Margaretentag wurde im Mittelalter ein wichtiger Lostag für die Bauern: Gab es bis zu diesem Tag gutes Wetter, so begann an diesem Tag die Ernte und auch der Pachtzins war fällig. Ob sie auch die Namensgeberin für die Margerite war, konnte ich nicht herausfinden. Sicher ist aber, dass auch hinter der Blume eine Symbolik steckt – sie steht für Barmherzigkeit, Reinheit, Natürlichkeit und das Gute. Die Übersetzung des Namens Margarete, der aus dem Griechischen stammt, bedeutet die Perle. Wahrscheinlich mochte ich diese Blume deshalb schon seit jeher.
Bei den Lehrmittelperlen gibt es dazu auch ein Unterrichtsmaterial, das die schöne Blume in den Mittelpunkt rückt.
Download: Margerite
