Gefährdeter Vogel Bekassine

Die Bekassine ist der häufigste Schnepfenvogel Europas und etwa so groß wie eine Amsel. Von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende misst sie rund 25 cm, davon entfallen rund sieben Zentimeter auf den Schnabel. Dieser ist überproportional lang und gerade, ein sehr auffälliges Kennzeichen. Von ihm leitet sich das althochdeutsche Wort „snepfa“ ab, was vermutlich einfach „Schnabel“ bedeutet.

Auch wenn die Bekassine laut Internationaler Union zur Bewahrung der Natur als nicht gefährdet gilt, so ist sie in Deutschland, der Schweiz und auch Österreich ein sehr seltener Brutvogel geworden. Aufgrund von Entwässerungsmaßnahmen und intensiver Landwirtschaft sowie Verdichtung der Böden gibt es kaum mehr Nahrung für sie.

In der Zeit zwischen Ende Oktober und Mitte November ziehen die Vögel in den wärmeren Süden – man findet sie da auch in Südfrankreich, Spanien und Portugal. Zur Brutzeit kommen sie wieder zurück und halten sich in der Nordhälfte Eurasiens von Island und den Britischen Inseln bis zur Halbinsel Kamtschatka (Russland) auf. Während der Brutzeit kann man den charakteristischen Ruf der männlichen Bekassine hören: Bei den spektakulären Balzflüge der Männchen ist ein sogenanntes „Wummern“ oder „Meckern“ zu hören, das beim gekonnten Sturzflug durch die speziell versteiften, äußeren Steuerfedern im Luftstrom erzeugt wird. Da der Vogel dabei immer schneller wird, steigt auch die Lautstärke an. Das geräusch erinnert an eine meckernde Ziege, weshalb die Bekassine in der Jägersprache oder auch im Volksmund „Himmelsziege“ genannt wird.

Als neues Heft gibt es die digitale Form – der interessante Vogel kann auf Medien wie Tablet, Laptop, PC, usw. bearbeitet werden. Die analoge Datei ist auch für Besucher*innen unserer Seite gratis downloadbar.

Download: Bekassine und Bekassine – digital

 

Beitragsbild: Beni Herzog