Feier zum 1. Mai
Der Erste Mai hat bereits den Status, gemeinsam mit Bällen, Kostümfesten und anderen Festivitäten, zu einem alljährlich begangenen Fest der politisch organisierten Arbeiterschaft zu zählen. Dieser Tag nimmt die großen Plätze und Straßen der Städte und Orte zumindest für diesen einen Tag in Besitz und unterstreicht dadurch die Forderung der Arbeitenden, „nicht mehr Bürger zweiter Klasse zu sein“.
Neben den Maiaufmärschen in Amerika – der US-amerikanische Gewerkschaftskongress 1884 hatte beschlossen, am 1. Mai die Einführung des Achtstundentags mittels Generalstreiks zu erzwingen – war auf dem europäischen Festland der Wiener Maiaufmarsch beispielgebend. Am 1. Mai 1890 fand er erstmals im Prater statt, wo die Arbeiterschaft zum Kampf für den achtstündigen Arbeitstag aufrief. Zu den zentralen Forderungen der Sozialdemokratie gehörten auch ein allgemeines, direktes und geheimes Wahlrecht, eine 36-stündige Sonntagsruhe, die Einführung einer Alters- und Invaliditätsversicherung sowie eine Witwen- und Waisenversorgung. Themen, die für uns heute selbstverständlich sind.
Begeben Sie sich mit Ihrer Klasse nächste Woche mithilfe des Lernmaterials der Lehrmittel Perlen in diese Zeit, die bis heute in der Geschichte fest verankert ist.
Download: 1. Mai: Tag der Arbeit