Neu: Schullizenz inSelbstverwaltung

Eine neue Funktion können wir ab sofort für Schulen, Gruppen oder auch Schulträger bei den Lehrmittelperlen anbieten:
Die Schullizenz in Selbstverwaltung.

Teilen Sie uns über den Button „Kontakt“ die Anzahl der benötigten Zugänge, die Rechnungsanschrift sowie jene Person mit, die die Verwaltung und Administration übernimmt. Die Schullizenz wird von uns nach Eingang der Zahlung sofort aktiv gestellt und alle teilnehmenden Lehrpersonen können administriert sowie durch die Schulgruppenverwaltung betreut werden. Gibt es während des Jahres Rochaden bei den administrierten Mitgliedern, so können jederzeit Personen entfernt und neu hinzugefügt werden.

Wir haben uns bemüht, die Administration so einfach wie möglich zu halten, damit der Verwaltungsaufwand möglichst gering ist. Im Vordergrund soll auch hier die Freude an den Materialien der Lehrmittelperlen stehen.

Bei Fragen nutzen Sie bitte auch unsere vorgefertigten und informativen Einführungstexte bei den FAQs oder kontaktieren Sie uns gerne per Mail oder Telefon (Impressum).

 

 

Ein einziger Fehler

Einmal schrieb ein Lehrer Folgendes an die Tafel:

1 × 9 =   7
2 × 9 = 18
3 × 9 = 27
4 × 9 = 36
5 × 9 = 45
6 × 9 = 54
7 × 9 = 63
8 × 9 = 72
9 x 9 = 81
10 x 9 = 90

Nachdem der Lehrer fertig geschrieben hatte, drehte er sich zur Klasse um und alle Schüler lachten, weil er bei der ersten Rechnung und so einfachen Rechnung einen Fehler gemacht hatte.

Er sagte: „Ich habe die erste Rechnung absichtlich falsch hingeschrieben, weil ich möchte, dass ihr eine sehr wichtige Lektion lernt. Ich wollte euch damit zeigen, wie die Welt draußen euch behandeln wird. Ich habe genau neun richtige Gleichungen hingeschrieben, doch niemand hat mich dafür gelobt. Stattdessen habt ihr alle gelacht und mich kritisiert, weil ich einen einzigen Fehler gemacht habe.

Was ich euch sagen möchte: Die Welt wird die Millionen richtigen Dinge, die ihr tun werdet, nicht zu schätzen wissen, doch sie wird bereit sein, einen einzigen Fehler zu kritisieren.“

Quelle: Qumran2

Bild: ulleo

Verkehrserziehung – auch mehrsprachig

Verkehrserziehung ist normaler Weise ein Thema, das im Herbst zu Schulbeginn an den Schulen durchgenommen wird. Aber ein aktuelles Erlebnis hat mich dazu gebracht, diese Thema gerade jetzt in der schönen und warmen Jahreszeit aufzugreifen. Die Kinder sind bei sonnigem Wetter vermehrt draußen anzutreffen – und das ist auch gut so. Wie verhalte ich mich aber im Straßenverkehr?

Unlängst bin ich am Weg in die Schule mit drei Schülerinnen, die mir bestens bekannt sind, aus dem Bus ausgestiegen. Unmittelbar danach mussten wir eine Straße überqueren, was glücklicherweise bei einem Zebrastreifen möglich war. Die drei Mädchen gingen ein paar Schritte vor mir – alle in das Handy vertieft, das das mittlere Mädchen für die beiden anderen einsehbar hielt. Ohne auch nur aufzuschauen oder einen einzigen Blick auf den Straßenverkehr zu werfen, betraten sie gemeinsam die Straße und gingen einfach ohne links oder rechts zu schauen drauf los. Erst mein Warnruf schreckte die Mädchen hoch und sie richteten den Blick auf den Verkehrsbereich.

Leider ist es gang und gäbe, dass viel zu viele Menschen in allen möglichen unpassenden Gelegenheiten ihre Aufmerksamkeit nur mit dem Bildschirm des Handys teilen. Und das ist leider auch auf alle Altersklassen verteilt. Es erscheint mehr als dringlich, auf die Gefährlichkeit dieses riskanten Verhaltens hinzuweisen. Die Zahlen der verunglückten Schulkinder in Deutschland und Österreich sind leider steigend, in der Schweiz Gott sei Dank rückläufig. Trotzdem kann nicht oft genug auf die Gefahren im Straßenverkehr hingewiesen werden. Hier das Wichtigste kurz zusammengefasst:

  • Gehen ohne Handy Smartphones lenken ab und können die Aufmerksamkeit für die Umgebung und auch allgemein die Reaktionszeit massiv beeinträchtigen.
  • Blickkontakt halten: Aktives Beobachten der anderen Straßenteilnehmer.
  • Zu Fuß unterwegs sein: Je öfter Kinder zu Fuß im Straßenverkehr unterwegs sind, umso besser. Sie bekommen Routine und werden selbstständig.
  • Klare Regeln für den Schulweg: Kurze Merksätze zum Einprägen geben Sicherheit. Ein Beispiel: „Handy weg vor deiner Nase – so bist du sicher auf Straße!“
  • Vorbildwirkung: Kinder lernen am Modell – mit gutem Beispiel voran gehen.
  • Sehen und gesehen werden: Gesehen werden ist im Straßenverkehr wichtig – Abstimmung der Kleidung an das Wetter.
  • Auswahl des (Schul)Weges: Nicht der kürzeste Weg ist der beste, sondern der mit weniger Verkehr und wenigen, aber sicheren Querungen.

Auch bei den Lehrmittelperlen gibt es Material, das zur Sicherheit im Verkehr beitragen kann. Ergänzend kann auch ein Verkehrsquiz online genutzt werden, das in verschiedenen Sprachen aufrufbar ist.

Download: Verkehr und Sicherheit und gratis ein Auszug davon Verkehrsregeln

Bild: Elf-Moondance

Auf zur Bodenreise

Die warme Jahreszeit lockt viele Klassen hinaus in die Natur. Wie wäre es, wenn man sich einmal genau den Boden anschaut und untersucht?

Eine interessante Einführung finden Sie auf der Seite der Firma LerNetz AG in Bern. Begeben Sie sich mit Ihren Schülerinnen und Schülern auf eine virtuelle Reise unter den Erdboden. Die spannende unterirdische Fahrt durch die Bodenschichten führt zu insgesamt sieben verschiedenen Lernstationen, an denen Sie erfahren, welche Tiere im Boden leben, welche Bedeutung der Boden für die Pflanzen hat oder was mit dem Wasser im Boden geschieht.

Die Bodenreise ist ein interaktives Lehrmittel auf dem man auch vieles zu einigen Bodenbewohnern erfahren kann. Das dazugehörige Heft für Lehrpersonen, in dem das Lernangebot umfassend dargestellt und kommentiert wird, kann kostenlos heruntergeladen werden.

Ebenfalls dazu gehört ein Leporello, ein Faltprospekt, auf dessen Vorderseite das Bodenprofil zu sehen ist. Die Rückseite enthält genaue Anleitungen und Zeichnungen zu den Experimenten der Bodenreise. Es kann kostenlos als PDF ausgedruckt werden.

Wie wäre es, sich in diesem Zusammenhang mit dem Maulwurf näher auseinanderzusetzen und diesen kleinen, fleißigen und auch nützlichen Gesellen besser kennenzulernen? Arbeiten Sie mit unserem informativen und anschaulichen Material dazu.

Download: Maulwurf

Bild: Beeki

Basteltipp: Piraten

Passend zum Hinweis gestern auf das beliebte Thema:

  1. Schiffsrad aus Papierrollen
  2. Piratenmaske aus Filz
  3. Kette aus Silber
  4. Piraten aus Papierrollen
  5. großes Boot aus Karton als Gemeinschaftsarbeit
  6. Schatzkarten zeichnen
  7. Holzscheiben zu Erzählscheiben gestalten
  8. Katapult für Zielspiele

Seeräuber ahoi!

Ein Thema, das sehr gut zum nahenden Sommer passt und von den Kindern geliebt wird: Die Piraten.

Abgeleitet wird das Wort Piraten aus dem Lateinischen, das wiederum ein Lehnwort aus dem Griechischen ist. Man möchte fast meinen, dass schon allein die Wurzeln des Wortes die halbe Welt umspannen – kein Wunder also, dass bei den Piraten Termini wie „rsikieren, auskundschaften“ oder „Wagnis, Angriff, Überfall“ assoziiert werden. Piraten sind bewaffnete Seeräuber, die kriminelle Überfgriffe auf hoher See durchführen und andere Seefahrzeuge, zu eigennützigen Zwecken kapern, ausrauben und auch die gegnerischen Schiffe versenken.

Man muss kein Pirat sein, um die Lehrmittel zum Thema bei uns zu erobern oder auszukundschaften und es ist kein Wunder, dass diese so gerne verwendet werden. Sie sind nicht nur aufschlussreich über alles Wissenswerte zu den Piraten, sondern man kann damit auch spielerisch den Wortschatz erweitern, die Rechtschreibung verbessern und natürlich auch den Lesefluss beschleunigen. Der Hit ist jedoch, dass man sogar beim Rechnen viel Spaß haben kann, wenn es heißt zu beweisen, ob man ein echter Pirat ist oder doch ein Engel. Viele Gründe also, sich mit dem Thema zu befassen.

Download: Piraten für die Mittestufe, Piraten Diktat, Pirat oder Engel berechnen, Piraten Wortschatz heben

Bild: Sinousxl

Kinderarbeit

Im Jahr 2021 gab es immer noch 152 Millionen Kinderarbeiter weltweit und das, obwohl sich fast alle Länder auf der Welt dazu verpflichtet haben, Kinderarbeit bis zum Jahr 2025 – also in einem halben Jahr! – vollständig abzuschaffen. Ein Ziel, dass nach aktuellen Trends jedoch wohl massiv verfehlt wird.

Es wird geschätzt, dass 160 Millionen Mädchen und Jungen zwischen 5 und 17 Jahren  arbeiten müssen, was eine Verletzung ihrer Rechte darstellt. Dies bedeutet, dass fast eines von zehn Kindern weltweit davon betroffen ist. Mehr als ein Drittel der Kinder, die Kinderarbeit leisten, gehen auch nicht in die Schule.
Rund 70 Prozent dieser Kinder müssen zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen, indem sie vorwiegend in der Landwirtschaft arbeiten müssen. Sie verdienen ihr Geld als Baumwollpflücker in Ägypten, Indien oder Pakistan, auf den Plantagen in Ecuador und Argentinien, bei der Teeernte in Nepal, Indien, Sri Lanka oder Kenia, ebenso bei der Kakaoernte in der Elfenbeinküste oder in Nigeria. Ganz aktuell sind auch Arbeiten in Minen in Indien, wo Mica – ein Rohstoff, den viele nicht kennen – abgebaut wird. Mica ist ein Mineral, das für den Glitzereffekt, z.B. in Kosmetikprodukten oder Autolacken sorgt.

Jeder von uns ist indirekt von dieser Kinderarbeit betroffen, denn durch den Kauf bestimmter Produkte wird Kinderarbeit auch gefördert. Man beteuert,  Kinderarbeit nicht zu unterstützen, aber trotzdem wird massenweise Billigmode gekauft. Der Menschen neigt dazu, sich selbst zu betrügen. In einem Sozialexperiment wurde vor einigen Jahren in Deutschland getestet, wie Konsument*innen darauf reagieren, unmittelbar mit Kinderarbeit konfronitiert zu sein. Aber sehen Sie selbst:

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Riskieren

Du wirst nie wissen, wie weit du gehen kannst, wenn du nicht riskierst, zu weit zu gehen.

T.S. Elliot (1888 – 1965, Lyriker und Literaturnobelpreisträger)

Bild: czu_czu_pl

Abschied von den Hühnern

Nun ist es soweit: Es heißt Abschied nehmen von den Hühnern in der Klasse.
Aus den kleinen gelben Winzlingen sind schon ansehnliche Hühner geworden. Obwohl das Gehege recht groß ist, wird es für das Federvieh doch schön langsam eng. Es ist an der Zeit, sie an den Bauernhof zu übergeben, damit sie mehr Auslauf haben und sie sich ihren ganz normalen „Tätigkeiten“ hingeben können.

Für die Kinder der Klasse und auch für uns Lehrerinnen war dieses Projekt wirklich einmalig. Zuerst so hautnah das Heranwachsen der Küken in den Eiern beobachten zu können und sie dann auch noch schlüpfen zu sehen, ist schon eine ganz tolle Sache. Nicht weniger lehrreich ist die anschließende Fürsorge und Pflege dieser Tiere gewesen, denn die Kinder und alle Beteiligten haben diese Aufgabe mit viel Hingabe erfüllt. Besonders den beiden Klassenlehrerinnen muss man an dieser Stelle wirklich nocheinmal jede Hochachtung zollen, denn der Aufwand, so ein Projekt über einige Wochen vorzubereiten, zu überwachen und ständig – auch am Wochenende  – vor Ort zu sein, ist wirklich mehr als bemerkenswert!

Nun ja, die Hühner werden uns allen fehlen. Das Gepiepse, das Scharren im Hintergrund, das Geflattere bei den Versuchen, eine höhere Position einzunehmen, das furchtlose Zulaufen zur ausgestreckten Hand und das vertrauensvolle Genießen von Liebkosungen werden uns allen fehlen. Aber das Wissen, dass alle Hühner ein schönes Leben auf einem Bauernhof im Freilaufgehege haben werden, macht alles wieder wett.

 

 

31. Mai: Weltnichtrauchertag

Seit 1987 wird jedes Jahr am 31. Mai der Weltnichtrauchertag begangen. Die WHO, die Weltgesundheitsorganisation der UNO, hat im Jahr 1987 diesen speziellen Tag eingeführt, um auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Schutz der Kinder vor dem Einfluss der Tabakindustrie“. Damit sollen junge Menschen für die Gefahren des Konsums von E-Zigaretten und der herkömmlichen Zigaretten sensibilisiert werden.

Gemäß der Erhebungen aus dem Jahr 2022 konsumieren weltweit mindestens 37 Mio. junge Menschen im Alter von 13 bis 15 Jahren in irgendeiner Form Tabak. In Europa sind 11,5 % der Jungen und 10,1 % der Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren (4 Mio.) bereits Tabakkonsumenten. Erschreckend sind die Zahlen, die den Konsum von E-Zigaretten betreffen: 12,5 % der Jugendlichen, jedoch nur 2 % der Erwachsenen benutzen diese in Europa. In einigen Ländern davon ist die Prävalenz des Konsums von E-Zigaretten unter Schulkindern zwei- bis dreimal so hoch wie die des Zigarettenrauchens. Eine Metaanalyse im Jahr 2018 kam zu dem Ergebnis, dass der Gebrauch von E-Zigaretten die Wahrscheinlichkeit einer späteren Anwendung herkömmlicher Tabak-Zigaretten deutlich erhöht!

Hierzu entwickelt die Tabakindustrie immer ansprechendere Produkte und Werbetaktiken, die Kinder und Jugendliche über soziale Medien und Streaming-Plattformen erreichen. Die WHO plädiert dafür, dass Regierungen und die Tabakkontrollbehörden ihre Verantwortung wahrnehmen sollen, um diese Einflussnahmen der Tabakindustrie zu unterbinden, damit die heutigen und künftigen Generationen den bestmöglichen Schutz erhalten. Außerdem ist die WHO dafür, dass die Tabakindustrie für die von ihr verursachten Schäden haftbar gemacht wird.

Unser Lehrmittel mit vielen Infos zum Rauchen und seinen Folgen eignet sich dazu, das Thema anlässlich dieses internationalen Welttages im Unterricht anzusprechen. Neu ergänzt wurde es mit Informationen sowie Aufgabenstellungen zum Thema Dampfen.

Download: Weltnichtrauchertag

Bild: diema

Überlegen und argumentieren

Eine Erweiterung an Themen hat stattgefunden: 80 Karten zum kreativen und kritischen Denken stehen den Kindern als originelle Impulse zum Nachdenken, Vorhersagen, Analysieren, Vorstellen, Schätzen, Bewerten, Vergleichen, Argumentieren usw. zur Verfügung, die die Meinungsbildung anregen sollen.

Besonders gut eignen sie sich für den „echten“ Sesseltanz nach Peter Gallin und Urs Ruf (Dialogisches Lernen): Jedes Kind löst individuell eine der Aufgaben. Nach einer vorher vereinbarten Zeit, wenn alle Kinder ihre Ideen formuliert haben, lässt jedes seine Perlen Karte offen liegen und begibt sich zum Platz eines anderen Kindes, wo es dessen Gedanken liest und auf einem weiteren Blatt sein Feedback dazu hinschreibt. Diese persönliche Rückmeldung wird vom Verfasser unterschrieben, so dass im Anschluss an den Sesseltanz auch Fragen dazu gestellt und/oder diskutiert werden können.  Danach sucht sich das Kind einen nächsten freien Platz, liest wiederum und schreibt dem Schüler seine Bemerkungen zur vorliegenden Arbeit auf. Je nach Zeit, die zur Verfügung steht, können zwei oder mehr Rückmeldungen gegeben werden.

Download: Kritisch denken und argumentieren

Bild: geralt