LRS / Legasthenie / Dyslexie verständlich machen

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Am 17. Dezember 2017 nimmt der Schweizer Biophysiker Jacques Dubochet den Nobelpreis für Chemie entgegen. Ihm wurde im Alter von 13 Jahren eine Legasthenie diagnostiziert.

Eine gute Gelegenheit, um den Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, dass auch besonders intelligente und hochbegabte Menschen eine Lese-Rechtschreib-Schwäche haben können. Dubochet, der Wissenschaftler mit einer Legasthenie, gehört zu den klügsten Köpfen auf der Erde.

In diesem neuen Heft wird den Schülern anhand eines Textes in der Dyslexie-Schrift von Daniel Britton bewusst gemacht, wie ein legasthener Mensch fühlt, wenn er beim Lesen mit den Buchstaben zu kämpfen hat. Damit soll Verständnis geweckt werden für die Herausforderungen, denen sich Legastheniker stellen müssen und sie erkennen, dass viele berühmte Persönlichkeiten trotz einer Lese-Rechtschreib-Schwäche sehr erfolgreich sind.

Download: LRS / Legasthenie verständlich machen 
Zielgruppe: 3. - 6. Klasse

Bezug Lehrplan 21:
ERG.5.5 a  Die Schülerinnen und Schüler können Menschen in verschiedenen Lebenslagen und Lebenswelten wahrnehmen sowie über Erfahrungen, Bedürfnisse und Werte nachdenken.
ERG.5.5 b  Die Schülerinnen und Schüler können Anteil nehmen, wie Menschen mit schweren Erfahrungen und Benachteiligungen umgehen, indem sie ihre Perspektive einnehmen.

Eine wichtige Ergänzung:
Im LRS-Blog von alphaPROF wurde darauf hingewiesen, dass die Lebensgeschichte des Nobelpreisträgers Jacques Dubochet und weiterer berühmter Legastheniker unsere Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) enorm unter Druck setzen kann. Wir suggerieren damit, dass Legasthenie mit einer aussergewöhnlichen Begabung ausgeglichen werden kann.
Das ist ein wichtiger Hinweis, den wir keinesfalls ignorieren dürfen. Das vorliegende Heft ist denn auch weniger als Motivation für Legastheniker gedacht, sondern es soll Verständnis wecken bei den Mitschülern. Sie sollen verstehen, weshalb Menschen mit LRS Unterstützung brauchen, dass sie deswegen jedoch genauso normal und durchschnittlich sind, wie alle anderen. („Wenn ein Kind beim Bockspringen Hilfestellung braucht, spricht man ja auch nicht von einem ‚Defizit‘.“)