Sesseltanz: Texte schreiben

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Schon früher habe ich auf die Vorzüge des Sesseltanzes (nach Peter Gallin und Urs Ruf) hingewiesen. Der Sesseltanz eignet sich sehr gut als Methode beim Schreiben, bzw. Überarbeiten von Aufsätzen.

Nachdem jeder Schüler einen Entwurf eines Textes verfasst und selber gründlich überarbeitet hat, lässt er diesen Zweitentwurf offen auf seinem Pult liegen. Die Lehrperson gibt ein Startzeichen (Klingelton) und alle Schüler wechseln ihre Plätze.

Jeder liest den Text, der vor ihm liegt, macht sich Gedanken dazu und schreibt darunter oder auf einem separaten Blatt sein positives Feedback.
a) Das hat mir besonders gut gefallen
b) Unterschrift

Nach 3 Minuten ertönt der Klingelton und jeder Schüler sucht sich einen neuen freien Platz. Hier liest er wieder, überlegt sich eine positive Rückmeldung und hinterlässt diese erneut zusammen mit seiner Unterschrift auf dem Feedbackblatt.

Wir wiederholen diesen Platzwechsel 12 bis 15 Mal, so dass am Ende der Schulstunde jeder Schüler an seinem Platz 12 bis 15 Rückmeldungen zu seinem Text und damit einige konstruktive Ideen findet, die er lesen und befolgen kann.

In der folgenden Lektion sprechen wir im Klassenverband über einige der Rückmeldungen und schreiben sie an der Wandtafel. So bekommen alle zusätzliche Anregungen, die sie danach für ihre Überarbeitung zum endgültigen Text verwenden können.

Mein Vorschlag: Setzen Sie den Sesseltanz ein, um optimal auf die Schreibtexte einzugehen, die aus den Wochenperlen entstehen (s. gestriger Beitrag). Obwohl Sie nicht stundenlang korrigieren, bekommen die Schüler ihr verdientes ausführliches und vielfältiges Feedback, ihre Freude am Schreiben wird erhalten und gefördert.

Bild: Pixabay, klimkin, Public Domain CC0