Maler und ihre Bilder: Edgar Degas

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Kindheit
Edgar Degas wurde am 19. Juli 1834 in Paris als Sohn eines Bankiers und einer Opernsängerin geboren. Seine Mutter starb, als er 13 Jahre alt war. Die Familie war reich und ermöglichte Edgar eine gute Schulbildung. Schon als Junge erkannte man sein zeichnerisches Talent. Er wollte Maler werden.

Edgars Vater liebte die Kunst, wollte aber, dass sein Sohn Jura studierte, damit er finanziell abgesichert war. Edgar begann das Jura-Studium, doch bald bat er seinen Vater um Erlaubnis, auf Kunst umzusatteln. Sein Vater willigte ein und unterstützte ihn in seiner Kunstlaufbahn.

Ausbildung zur Malerei
Edgar verbrachte sehr viel Zeit im Louvre, dem berühmten Kunstmuseum in Paris. Er zeichnete oft nach den Vorlagen klassischer Künstler wie Raffael. Er reiste nach Italien, um alte Meister wie Michelangelo und Leonardo da Vinci zu studieren. Da sein Vater aus Italien stammte, gab es da viele Verwandte, bei denen er wohnen konnte, zum Beispiel eine Tante, die mit Baron Bellelli verheiratet war. Später malte er ein berühmtes Bild dieser Familie Bellelli.

Impressionismus
1859 kehrte Degas nach Paris zurück. Er wollte als Maler berühmt werden. Anfänglich malte er klassische Bilder wie Portraits oder grosse historische Gemälde, die er im Salon ausstellte. Der Salon war eine regelmässige Kunstausstellung in Frankreich. Wer als Künstler anerkannt sein wollte, musste vom Salon aufgenommen werden. Das Publikum war jedoch nicht besonders beeindruckt von Degas' Malerei.

Er beschloss deshalb, auf die Kriegsmalerei (und damit auf den Salon) zu verzichten und begann stattdessen mit einem neuen Malstil zu experimentieren, der sich auf Themen des zeitgenössischen Pariser Lebens konzentrierte und diese in hellen und bunten Farben malte. Er traf sich mit anderen gleichgesinnten Künstlern.

Degas WikimediaCommons

Anfänglich wurden sie ausgelacht, als sie ihre eigenen Ausstellungen organisierten. Kritiker meinten, die Bilder sähen unfertig aus, als ob sie "Impressionen" von Szenen wären, anstatt vollendete Bilder. Der Name blieb. Neben Degas waren wichtige Künstler wie Claude Monet, Pierre Renoir und Camille Pissarro in dieser Gruppe vertreten.

Degas' persönlicher Stil
Degas nannte sich selber einen Realisten. Er wollte Szenen aus dem echten Leben malen und versuchte, Momente festzuhalten wie mit einem Fotoapparat. Seine Bilder sahen dadurch sehr spontan aus, obwohl er viel Zeit in ihre Planung und Ausfertigung investierte. Er studierte seine Figuren sehr genau und fertigte viele Skizzen an, bevor er das Bild zu malen begann. Wie viele Impressionisten liebte es Degas, mit dem Licht, mit Lichteinfällen und Lichtwinkeln zu experimentieren. Doch unterschied er sich von ihnen dadurch, dass er nicht im Freien malte.

Seine Figuren malte er teilweise von hinten oder sie wurden am Bildrand abgeschnitten. Er liess sie alltägliche Bewegungen machen, wie z.B. den Rücken kratzen, waschen oder bügeln.

Degas Wikimedia CommonsTänzerinnen
Ein Lieblingsmotiv von Edgar Degas waren Tänzerinnen. Er malte sie gerne bei der Probe oder hinter der Bühne kurz vor der Aufführung. So wollte er ihre Energie, ihre Anmut und gleichzeitig die harte Arbeit und den Einsatz festhalten, die diese Tänzerinnen leisteten. Er malte mehrere hundert Bilder von Ballerinas und die meisten Menschen kennen Degas als Maler von Tänzerinnen.

Kunsthistoriker zählen ihn zu den Gründern des Impressionismus. Viele seiner Gemälde werden in wichtigen Museen auf der ganzen Erde gezeigt.

Interessantes aus Edgar Degas' Leben

- Ursprünglich lautete sein Nachname "de Gas". Er änderte ihn später zu Degas.
- Seine Sehkraft liess mit zunehmendem Alter nach und er war deshalb 1892 gezwungen,
  die Ölmalerei einzustellen. Einige Jahre lang malte er mit Pastellfarben.
- Seine Gemälde empfand er nie wirklich als vollendet und er brachte hinterher
  immer wieder Änderungen an.
- Degas war nie verheiratet.
- Sein berühmtestes Werk "Die vierzehnjährige Tänzerin" ist die einzige Plastik von ihm,
  die zu seinen Lebzeiten öffentlich ausgestellt wurde.
- Degas sagte: "Kunst ist nicht, was man sieht, sondern, was man anderen zu sehen hilft."
- Edgar Degas starb 1917 fast blind an einer Gehirnblutung.

Download: Karteikarten Edgar Degas  

Zielgruppe: 3.-5. Klasse
Bezug Lehrplan21: BG.3.A.1
Bilder: Wikimedia Commons, Lizenz, US-Lizenz