Maler und ihre Bilder: Edvard Munch

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Edvard Munch (1863 bis 1944) war ein norwegischer Maler und gilt als Bahnbrecher für den Expressionismus in der Malerei. "Ich male nicht, was ich sehe, sondern was ich sah", sagte er, um seine Distanz gegenüber dem Impressionismus auszudrücken.

Munch möchte mit seiner Malerei darstellen, was in seinem Kopf geschieht, wie seine irrationale Seite über die rationale gestellt wird und sie die sichtbare Wirklichkeit vereinfacht. Er möchte, dass die Betrachter die Welt mit seinen Augen sehen, mit allen Leiden und Ängsten, die er fühlt. Die Welt, die daraus entsteht, ist eine entstellte Welt, in der das Innere des Künstlers wie ein Filter auf das Sichtbare wirkt und dabei Farben, Formen und Linien verändert.

Munch sagte: "Ich werde nicht mehr länger Räume malen, in denen Leute lesen und Frauen stricken. Ich will lebendige Menschen malen, die atmen und fühlen und leiden und lieben."

Edvard Munch The Scream Google Art Project

 

Sein berühmtestes Werk, "Der Schrei", zeigt eine verschwommene menschliche Gestalt in der Mitte des Bildes. Sie schreit. Sie hält ihren Kopf zwischen den Händen und drückt damit ihre Verzweiflung aus. Der feurig glühende Himmel scheint zu bluten, die Wellenlinien sind in ständiger Bewegung und finden keinen Frieden - genau wie die verdrehten Gedanken des Malers.

 

Er sagte dazu: "Ich ging spazieren mit zwei Freunden. Da sank die Sonne. Auf einmal ward der Himmel rot wie Blut und ich fühlte einen Hauch von Wehmut. Ich stand still und lehnte mich an das Geländer. Über dem blauschwarzen Fjord und über der Stadt lag der Himmel wie Blut und wie Feuerzungen. Meine Freunde gingen weiter und ich stand allein, bebend vor Angst. Mir war, als ginge ein mächtiger, unendlicher Schrei durch die Natur."

Download: Karteikarten Edvard Munch

Zielgruppe: 3.-5. Klasse
Bezug Lehrplan21: BG.3.A.1
Bilder: Wikimedia Commons, Lizenz, US-Lizenz