Ein Schreibanlass - das Elternjournal

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Ob wir es Lernjournal, Reisetagebuch oder Elternjournal nennen, ist nebensächlich, wichtig ist nur, dass die Kinder schreiben, formulieren, Freude am Schreiben bekommen und es auch regelmässig tun. Deshalb biete ich ihnen verschiedenartige Anlässe, die sie dazu anregen sollen. Die wichtigste Motivation ist nach wie vor die Rückmeldung, ein positives Eingehen auf die guten Ideen, die sprachlichen Leistungen und die schöne Darstellung und evtl. Illustrierung der Texte der Schülerinnen und Schüler.

Eine schöne Möglichkeit habe ich vor Kurzem hier vorgestellt: Im Rahmen des Leseworkshops schreiben die Kinder der Lehrperson einen Brief über das Buch, das sie gerade gelesen haben.

Als ich am Elternabend über dieses Vorgehen informierte, wünschten einige Eltern, dass sie die Empfänger der Briefe sein dürften, was natürlich absolut ideal ist. Wenn sich die Eltern danach die Zeit nehmen, die Briefe zu beantworten, sei das schriftlich oder in einem Gespräch mit ihrem Kind, ist das bestimmt für alle eine Bereicherung und unser Ziel ist erreicht.

Der   Leseplan ist entsprechend formuliert und enthält auch Themenvorschläge für den Inhalt der Briefe.

Leseplan 31

Diese Bereitschaft der Eltern, mit ihren Kindern nicht nur die Hausaufgaben zu machen, sondern auch mit ihnen in einen Dialog zu treten, hat mich auf eine weitere Idee - als Alternative zum Buch-Brief - gebracht:

elternjournal

Die Kinder führen ein Elternjournal. In einem speziellen Heft schreiben (oder zeichnen) sie einen Eintrag für ihre Eltern, Grosseltern oder für eine andere nahestehende, erwachsene Person. Einzige Voraussetzung: Der oder die Empfänger/in schreibt ins gleiche Heft eine kurze Notiz, eine Antwort an den Schreiber oder die Schreiberin. Wenn die Schüler das Heft am Freitag mit nach Hause nehmen, bringen sie es am Montag zurück zur Schule, wo sie einander ihre Aufzeichnungen und die darauf erhaltenen Antworten zeigen können.